Über mich

 👑 WER BIN ICH?

Mein Name ist Tamara Weber und ich litt selber fast 20 Jahre an diversen Essstörungen gefolgt von weiteren komorbiden Störungen. 

 

Lange Zeit lief ich von mir und meinem Leben davon, bis mich mein Körper gezwungen hat, hinzusehen. Nach etlichen Jobwechseln, schwierige Beziehungen, Freundschaften und dem ewigen Kampf mit mir, meinen Körper und meinem Verstand, bin ich heute dankbar, dass ich zu mir gefunden habe. Ich musste ganz unten ankommen, um zu erkennen, was Leben bedeutet. Nun höre ich auf meine innere Stimme: mein Herz! Heute bin ich dankbar, frei und endlich in Frieden mit mir. Die Essstörung brauche ich nicht mehr. 

 

Achtsamkeit, Widerstandsfähigkeit und Selbstakzeptanz haben mir geholfen, meine Wahrnehmung und meine Glaubenssätze zu verändern, bewusster zu leben und Frieden mit mir zu schliessen. Viele Themen habe ich an mir selbst fühlen und erleben müssen. Ich kann dich authentisch und mit viel Empathie und Verständnis in deinem Prozess, zur Erreichung deiner Ziele motivieren und unterstützen. Ich bin dankbar, als Coach beizutragen, dass Menschen in Ihre ursprüngliche Kraft wieder kommen und ihre Träume verwirklichen können. 

 

Ich habe mich intensiv mit meiner Krankheits- und Genesungsgeschichte auseinandergesetzt und individuelle Strategien zu Bewältigung von Krisen und dem Erhalt deiner Lebensqualität erarbeitet. Mein Erfahrungswissen stelle ich Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen zur Verfügung. Ich möchte Hoffnung und Zuversicht vermitteln und Menschen auf dem ganz persönlichen Gesundungsweg fördern und begleiten. 

 

Wenn ich meine Essstörung in einem Satz erläutern müsste, dann hört sich das wie folgt an: Durch nichts essen, wollte ich mich unsichtbar machen, von dieser Welt verschwinden. Heute weiss ich, dass ich willkommen bin  und es gar nicht darum geht meinen Weg raus zu finden oder zu suchen, sondern eher hindurch zu gehen.

 

Erfahre hier mehr über meine persönliche Geschichte...

 

Meine Geschichte hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Darauf bin ich sehr stolz. Ich heiße Tamara und bin 40 Jahre jung. Ich litt fast 20 Jahre lang an Essstörungen. Zuerst war es Anorexia nervosa, später folgte  dann die Orthorexia nervosa. Jahrelang war die Magersucht meine beste Freundin, wir waren eins. Sie war ein Teil von mir. Ich habe mich mit der Magersucht identifiziert. Ich wusste nicht, wer ich wirklich war.

 

Heute bin ich geheilt und kann das Essen wieder mit Genuss genießen. Die Sucht wird ganz klar immer ein Teil von mir bleiben, aber ich habe gelernt damit bewusst umzugehen und Frieden mit meinem Körper zu schließen. Ich habe lange Zeit gebraucht um zu lernen, dass es unendlich viele Zeichen gab, dass die psychischen Probleme und Sehnsüchte tief in meiner Seele saßen und nicht im Außen zu stillen waren. Es war ein harter, einsamer und schmerzlicher Weg. Heute bin ich dankbar dafür, denn ich sehe den Weg für mich als ein Geschenk, dass ich die Chance erhalten habe, hinzuschauen und daran zu wachsen. Ich habe die Chance genutzt, aus meinem Mangel zurück in die reine Liebe zu finden, um jetzt mein volles Potenzial ausschöpfen zu können. Jeder Mensch kann in schwierige Situationen geraten. Die Option sich versuchen selbst zu schützen besteht immer. Sich versuchen liebevoll auf sich zu achten, das Leben nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen auszurichten und nicht nach den Ansprüchen des Umfeldes und der Gesellschaft.

 

Auslöser meiner Essstörung

 

Die Ursache begann als Teenager, als ich 16 Jahre alt war. Das Thema Magersucht tauchte damals zum ersten Mal bei mir auf. Davor hatte ich ein gesundes Verhältnis zum Essen und meinem Körper. Ich aß sehr ausgewogen und erlaubte mir auch süße und fettige Speisen. An einem Campingausflug mit Freundinnen hatte ich ganz viele Kekse dabei und als ich sie teilen wollte, hatten alle darauf geantwortet: «Nein danke, von denen werde ich nur dick.» Von diesem Moment an fing bei mir die Kontrolle über mein Essverhalten und meinen Körper an. Es folgten mehrmals tägliche Gewichtskontrollen auf der Waage und ich umging das Essen überall, wo ich nur konnte. Ein typischer Standardspruch war: «Ich habe schon gegessen.»

Am Schluss aß ich nur noch einen Apfel pro Tag. Innerhalb von einigen Monaten verlor ich über 20 Kilogramm. Am Anfang war ich sehr stolz darauf zu sehen, dass ich immer dünner wurde, aber ich bemerkte auch, dass ich körperlich nicht mehr sehr viel leisten konnte. Ich war oft gereizt und emotional labil und zog mich auch immer mehr zurück.

 

Die Sucht war meine beste und einzige Freundin in meinem Leben. Ich lebte komplett in einer anderen Welt. Ich war nur noch mit mir und meinem Körper beschäftigt. Wie ein Drogensüchtiger, der nach dem nächsten Schuss auf der Lauer ist, war ich mit der Frage beschäftigt, wie kann ich noch mehr an Gewicht verlieren. Eines Tages als es schneite und kalt war, und ich körperlich an meine Grenzen gekommen bin, suchte ich eine Telefonkabine auf und setzte mich mit einer Ersthilfe-Anlaufstelle in Verbindung. Ich hatte erzählt, dass ich eine Freundin hätte, die die Nahrungsaufnahme verweigert.

 

Folgende zwei Fragen habe ich dann gestellt:

 

«Wie nennt man diese «Krankheit» die meine Freundin hat?»

 

«Was passiert, wenn sie so weitermacht?»

 

Da ich zu dieser Zeit nicht wusste, was Magersucht ist und bedeutet, hörte ich der Frau am Telefon ganz neugierig zu. Als sie mir aber auf die zweite Frage mit dem Wort TOD geantwortet hatte, ist mit mir innerlich etwas passiert. Ab diesem Moment folgten wochenlange Recherchen in verschiedensten Bibliotheken über dieses Thema. Ich habe Dutzende Bücher darüber verschlungen und wusste zum ersten Mal was mit mir und meinem Körper passierte. Das Wort TOD hat mich so schockiert und aufgerüttelt, dass ich danach angefangen habe zu «Fressen». Ich habe Kiloweise an Kuchen, Kekse und fettiges Essen in mich hineingestopft. Ich konnte einfach nicht mehr damit aufhören. Zum ersten Mal merkte ich, wie verhungert mein Körper war. Innerhalb von ein paar Wochen, nahm ich über 30 Kilogramm zu. Ich fühlte mich richtig schlecht und konnte mich nicht mehr im Spiegel betrachten.

 

Darauf folgten etliche Jahre, wo ich die Balance zwischen nichts Essen und viel Essen nicht unter Kontrolle hatte. Ein jahrelanges Auf und Ab. Ein jahreslanges Wegrennen, von mir und meiner Seele. Jahrelanger Manifestierung dieser unsinnigen selbstzerstörerischen Gedanken und Selbsthass. Irgendwann kam dann noch die Zucker- und Orthorexie-Sucht hinzu. Ich lief also in dem Hamsterrad einfach weiter und bemerkte nicht, dass dies lediglich Strategien meiner Seele waren, die mein Überleben gesichert haben. Ich war noch nicht bereit, die Verantwortung für meine schwachen Gefühle zu tragen um zu verstehen, was die Ursache war und nach welcher Sehnsucht ich verzweifelt nachhing. 

 

Was musste passieren, dass ich angefangen würde hinzuschauen um die Ursache zu verstehen?

  

Ich musste lernen, dass meine Seele mir ständig was sagen wollte. Sie war mit dem Leben, wie ich es geführt hatte, nicht glücklich. Mein Verstand versuchte diese Gefühle immer wieder zu umgehen, indem ich so weitergemacht habe, wie bis anhin. Mein Körper hatte mir immer wieder auf verschiedensten Arten aufgezeigt, dass ich so nicht weitermachen konnte. Es kam der Tag, an dem alle elementaren Bausteine, wie Freunde, Partner und Beruf wie ein Kartenhaus zusammenbrachen. Nichts funktionierte mehr, aber wirklich nichts. Danach war ich so tief unten, dass ich gar nicht weiter nach unten fallen konnte. Sooo tief war ich in meinem Schmerz. Es war ein weiterer Lebensabschnitt voller Einsamkeit und Leid. Ich konnte so nicht mehr weitermachen und ich wollte auch nicht mehr so weitermachen. 

 

Danach folgten einige harte Jahre Reflektions-Arbeit, die sehr viel Tiefgang in sich hatten. Ich habe mich dadurch selbst therapiert, indem ich alles anfing zu hinterfragen, analysieren und reflektieren. Ich musste mich kennenlernen um zu verstehen, wer ich bin und was meine Bedürfnisse wahren. Ich musste lernen, die Kontrolle loszulassen, ich musste lernen zu vertrauen, ich musste lernen mich zu akzeptieren, ich musste lernen mich zu lieben, ich musste lernen mich abzugrenzen, ich musste lernen für mich einzustehen, ich musste lernen mich wertzuschätzen. Ich musste lernen, meine Ängste und Gefühle anzunehmen und zu fühlen. Ich musste lernen, nicht mehr im Außen zu suchen, sondern Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen. Und ganz wichtig, ich musste lernen, mich mit dem Thema Schamgefühl auseinander zu setzen. Zu verstehen, dass ich immer wertvoll bin, egal was gerade ist, mein Wert nimmt nie ab. 

 

Was mir persönlich geholfen hat, die Genesung meiner Essstörung zu erreichen und sie loszulassen.

 

Für mich persönlich war es sehr heilend zu verstehen, dass meine Glaubenssätze meine Programmiersprache meines Selbstwertgefühls waren und sind und ich diese in mein Erwachsenenleben übernommen habe. Ich musste verstehen, dass meine Prägungen ein Produkt meiner Erziehung waren und nicht ich selbst. Wenn ich mich auch heute immer wieder in dieser «Opferrollenhaltung» mit meinen Gedanken ertappe, versuche ich von der Feldperspektive in die Beobachterperspektive zu wechseln und hinterfrage mich, entspricht das der Realität. Das sind nur einige wenige Punkte, die ich gerne mit euch teilen möchte, die mir geholfen haben in die Heilung zu kommen.

 

Ich wünsche euch da draussen, dass auch ihr den Weg zurück ins Leben schafft. Denn wenn man einmal versteht, wie das Leben funktioniert, ist es wunderschön. Ich fiel tausendmal um und stand immer wieder auf. Mein Weg kostete mich viel Zeit und Geduld, aber ich habe es geschafft. Heute weiß ich, dass man nicht alleine ist und Hilfe auch annehmen darf und soll. Ich stehe euch jederzeit für Fragen und Anregungen zu Verfügung, denn für mich ist es als Coach ein Geschenk, die Menschen mit meinen Erfahrungen zu begleiten, denn ich möchte euch Mut und Hoffnung schenken.

 

Als Expertin und Genesungsbegleiterin im Bereich Essstörung ist es mir wichtig, dass man über das Thema spricht und dass ich Betroffene und Angehörige Mut und Hoffnung schenken darf.

 

Meine persönliche Mission ist es, als Genesungsbegleiterin, die Lücke zwischen ambulanten Therapien, oder Klinikaufenthalten zum alltäglichen Leben zu schliessen, um so die interdisziplinäre Arbeit zu fördern. Ich bringe einen neuen Blickwinkel, eine neue Perspektive in die Institution und damit eine Bereicherung und Ergänzung in die psychiatrische Versorgung. 

"Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben. "


Mein beruflicher Weg

-1981 geboren und aufgewachsen in Chur

-2000-2007 Filialleiterin diverse Mode-Branchen, Chur

-2007-2011 Studium Textilkauffrau und Dipl. Produktmanager Textil NDS HF, Zürich

-2007-2013 Leiterin Administration/Sekretariat Tanzwerk101, Zürich

-2012-2013 CAS Online- und Mobile-Marketingkommunikation, Olten

-2013-2013 Praktikum Projektleitung Eins1 AG, Winterthur

-2013-2015 Mediaplanung und Beratung The House Agency AG, Zürich

-2015-2016 Pilates Swiss Core Therapeutics, Carolina Schmid, Zürich

-2015-2016 Powerplate-Instruktorin, PowerQi, Zürich

-2015-2016, Marketing-  und Kommunikationsleiterin Bionic Franchise GmbH, Zürich

-2016-2018, Cert. Integral Coach CIS, Livings Sense GmbH, Zürich

-2017-2017, Leiterin Kongresse und Events im Gesundheitswesen MediCongress GmbH, Dübendorf

-2018-2019, Maderomassage AcuMax Med AG, Bad Zurzach

-2018-2019, Traumatherapeutische Verfahren: TRE-Grundkurs, Zürich

-2020-2021,  Modern Meditation & Mindfulness, Now Zürich

-2018-2020, Marketing und Event-Managerin bei Dr. med. Rümmelein AG, Zürich

-2018-heute Ehrenamtliche Arbeit, Enableme

-2018-heute, Genesungsbegleiterin Essstörungen 

-2021-2022, Recovery Wege entdecken, Zug

-2021-heute Genesungsbegleiterin und Expertin in Essstörungen, Zentrum für Mütter und Väter, Zug & Zürich

Meine Interessen

Psychologie, Bewusstseins- und Mentalarbeit, Yoga, Meditation, Massagen, Natur, Ernährung, Alternativmedizin, Kultur, Tanz, klassische Konzerte, philosophische Gespräche, Fotografie, Reisen, Langlauf und Zeitungen lesen

Meine Werte

Echtheit, Ehrlichkeit, Liebe, Vertrauen, Empathie, Klarheit, Wertschätzung, Respekt, Würde